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Vorbereitung

Vorbreitende Sitzung in Donauwörth

„Europa wächst immer enger zusammen. Auch Schüler einer Berufsschule können hierzu einen Beitrag leisten. So ist es im Besonderen für Schüler des Berufsfeldes Gastronomie wichtig internationale Kontakte zu führen, da daran wichtige Ausbildungsinhalte zu erlernen sind.“ Dies stellte Oberstudiendirektor Dr. Bernd Lerch bei der Begrüßung der finnischen, ungarischen und italienischen Delegationen fest. Schon seit längerer Zeit verfügt die gastronomische Abteilung der Berufsschule Donauwörth Kontakte zu Gastronomie-Berufsschulen in Idro (Italien) und in Pecs (Ungarn). Diese losen Partnerschaften sollten nun auf ein organisatorisch festeres Fundament gestellt werden. Hierzu bot sich das europäische Bildungsförderprogramm „Comenius“ geradezu an. Dieses EU-Programm verfolgt das Ziel, europäische Schulpartnerschaften zu fördern, um sowohl Lehrkräften wie Schülern die Möglichkeit zu bieten, andere Kulturen, Sprachen und Ausbildungssysteme kennen zu lernen. Eine finnische Schule aus Helsinki konnte über eine europaweite Projektausschreibung gefunden werden. Auf Initiative von Oberstudienrat Gerhard Weiß trafen sich Lehrkräfte dieser gastronomischen Berufsschulen mit ihren Kollegen der Donauwörther Berufsschule zu entsprechenden Vorgesprächen.

Zum gegenseitigen Kennenlernen brachte jede teilnehmende Schule unter dem Motto „A taste of  Europe“ regionale kulinarische Spezialitäten mit, erklärte diese und stellte danach seine Schule sowie das berufliche Ausbildungswesen vor. So wurde von ungarischer Seite die verschiedenen Salamispezialitäten sowie Weine aus dem in der Nähe von Pecs liegendem Weinanbaugebiet Villany vorgestellt, die italienischen Lehrkräfte stellten ihre Weine vom Gardasee und Käsespezialitäten vor und die finnischen Lehrer brachten unter anderem Rentierschinken mit. Die deutschen Partner stellten die Vielzahl der heimischen Biersorten, Brot und Wurstspezialitäten vor.

Die Teilnahme an diesem Förderprogramm erfordert die Erarbeitung eines gemeinsamen Projektes. Während des vorbereitenden Treffens in Donauwörth sollte nun dieses Thema gefunden und ein inhaltlicher wie zeitlicher Umsetzungs- und Arbeitsplan erstellt werden.

Während der drei anvisierten Jahre sollen Rezepturen regionaler Küchenspezialitäten gesammelt und die Ursprünge dieser Speisen und Gerichte erforscht werden.

Nach dreitägiger Arbeit konnte dann mit den erarbeiteten Inhalten der dazu notwendige EU-Projektantrag ausgefüllt werden.

Institutsrektor Dieter Huber Beauftragter des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für europäische Bildungsprojekte besuchte das Meeting und unterstütze durch vielfältige Ratschläge die Anstrengungen der vier Schulen beim Ausfüllen des Comenius Antrages.

Oberstudienrat Gerhard Weiß erklärte zum Abschluss, oberstes gastronomisches Prinzip sei die Gastlichkeit, das heißt die Eigenheiten der Gäste zu kennen um ihnen entsprechend begegnen zu können. Der Umgang mit ausländischen Gästen könne an diesem Thema, in einer europäischen Zusammenarbeit mit gegenseitigen Besuchen, den Auszubildenden nahe gebracht werden. So gestalteten schon zu Beginn des Treffens die Auszubildenden zum Hotelfachmann/frau für das Begrüßungsessen die Speisen- und Getränkekarte in deutscher und englischer Sprache, die Gerichte und Getränkeempfehlungen stellten sie in kurzen Erklärungen den Gästen zweisprachig vor. Ebenso wurde der Service in beiden Sprachen gehalten.

Die Köche kochten ein Menü aus regionalen Spezialitäten von Rote Beete Rahmsüppchen mit Quarknocken, Variationen vom Tafelspitz über Rehnüsschen mit Rosenkohl und Bubaspitzle bis zum Dessert aus Nonnenfürzle auf Fruchtspiegel.