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Der Fachlehrplan Deutsch

Der kürzlich überarbeitete Lehrplan, welcher erstmalig in der 10. Jahrgangsstufe des aktuellen Schuljahrs zum Einsatz kommt, basiert auf folgenden pädagogisch-didaktischen Prinzipien:Der kürzlich überarbeitete Lehrplan, welcher erstmalig in der 10. Jahrgangsstufe des aktuellen Schuljahrs zum Einsatz kommt, basiert auf folgenden pädagogisch-didaktischen Prinzipien:

  • Unterrichtsprinzip Berufssprache Deutsch. Das Unterrichtsprinzip Berufssprache Deutsch besagt, dass die Schülerinnen und Schüler in der Entwicklung ihrer berufssprachlich-kommunikativen Kompetenzen zielorientiert im fachlichen sowie allgemeinbildenden Unterricht gefördert werden, damit die Integration in das Berufsleben erfolgreich gelingt.
  • Bildungsstandards. Der Lehrplan orientiert sich am Standardprogramm der „Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Mittleren Schulabschluss“ vom Dezember 2003. Er weist verbindliche Kompetenzerwartungen auf dem Zielniveau aus. Die Standards sind in folgende vier Kompetenzbereiche gegliedert: „Sprechen und Zuhören“, „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“, „Schreiben“ sowie „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“.
  • Integrierter Grammatikunterricht. Die Kompetenzen des Bereichs „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ sind in die Kompetenzbereiche „Sprechen und Zuhören“, „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ und „Schreiben“ integriert. Diese Einteilung unterstützt den Ansatz des sprachlichen Handelns. Die grammatischen Strukturen werden nicht im Sinne eines isolierten Begriffswissens, sondern stets im funktionalen Zusammenhang angewandt.
  • Kompetenzorientierung. Der Lehrplan ist kompetenzorientiert formuliert. „Kompetent ist eine Person, wenn sie bereit ist, neue Aufgaben- oder Problemstellungen zu lösen, und dieses auch kann. Hierbei muss sie Wissen bzw. Fähigkeiten erfolgreich abrufen, vor dem Hintergrund von Werthaltungen reflektieren sowie verantwortlich einsetzen“. Kompetenzorientierter Unterricht stellt demnach die Verbindung von Wissen und Können in einer Vielfalt variabler Anwendungssituationen her. Die dadurch erworbenen Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler am Ende des Bildungsabschnittes haben, sind auf andere Lern- und Lebensbereiche übertragbar.
  • Handlungsorientierung in der Sprachbildung. Der Lehrplan ist durchgängig handlungsorientiert und damit ganzheitlich konzipiert. Die Untergliederung der Lehrplanbereiche basiert auf dem Modell der vollständigen Handlung aus der Berufspädagogik und folgt den Handlungsphasen orientieren, informieren, planen, durchführen, präsentieren, dokumentieren, bewerten und reflektieren. Die Anwendung des Konzepts der Handlungsorientierung auf die Sprachbildung erfordert, dass je Unterrichtssequenz mindestens ein sprachliches Handlungsprodukt als Zielpunkt definiert wird. Die Lernumgebung wird für die Schülerinnen und Schüler entsprechend dieses Ziels als kommunikative Aufgabe ausgestaltet. Konkrete Beispiele sprachlicher Handlungsprodukte werden zur Orientierung angeboten, so werden berufsbezogene (z. B. Bedienungsanleitung) und/oder explizit sprachliche Inhalte (z.B. Inhaltsangabe) genannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Strukturmodell zeigt zusammenfassend den zentralen Ansatz der Konzeption des Deutschlehrplans: Sprachliche Anforderungen in relevanten authentischen Handlungssituationen sind in der Regel nicht nur auf einen Kompetenz- und Fertigkeitsbereich zu begrenzen, sondern – wie im richtigen Leben – ineinander verwoben.

Zeitung in der Schule

Auch in diesem Schuljahr nehmen Klassen der Ludwig-Bölkow-Schule Donauwörth am Zeitungsprojekt Zisch teil. Dabei werden nicht nur Inhalt und Aufbau der regionalen Tageszeitung, journalistische Darstellungsformen (Nachricht, Reportage, Interview, Kommentar) und die Ressorts einer Tageszeitung erarbeitet. Themen wie Pressefreiheit und Leserbriefe ermöglichen den SchülerInnen zu erkennen, dass sie Einfluss auf die Meinungsbildung nehmen können.