Berufsintegrationsklassen

Berufsintegrationsklassen

Zur Berufsintegration bietet die Berufsschule Donauwörth unterschiedlichste Angebote an:

BIKV- und BIK-Klassen

Deutschklassen (DKBS – Klassen)

Berufsintegrationsjahr kooperativ (BIJ-k)

Berufsvorbereitungsjahr kooperativ (BVJ/k)

Deutsches Sprachdiplom (DSD 1 PRO)

Kolpingakademie in Kooperation

Die BIK-Klassen werden pädagogisch von der Kolping Akademie in Donauwörth betreut. Die Pädagogen bieten eine tägliche feste Sprechstundenzeit an der Schule an sowie individuelle Beratungen. Neben der Abwicklung der „Fahrtkosten“ und BUT(Bildung und Teilhabe)-Anträge werden vom Bildungsträger auch die Bücher gekauft und ausgehändigt.
Im weiteren Verlauf des Schuljahres gehören ebenso die Berufsorientierung in Form von verschiedenen Praktika, der Besuch im Berufsinformationszentrum, das Erstellen von Bewerbungsunterlagen, die Kontaktauf-nahme mit der Agentur für Arbeit und Gespräche mit Berufsberatern sowie der IHK inklusive Einzelge-spräche zu ihrer Aufgabe.
Die Jugendlichen erhalten dadurch gute Möglichkeiten, Ausbildungsstellen zu bekommen.

Schulleben und Projekte

Interkultureller Abend an der Berufsschule Donauwörth

Ein „herzliches Willkommen“ in 28 Sprachen Zum Interkulturellen Abend an der Ludwig-Bölkow-Schule durfte Schulleiter Peter Hoffmann mehr als 80 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, sozialen Organisationen und kirchlichen Einrichtungen begrüßen. Bereits am Morgen hatten die Schüler/innen der Berufsintegrationsklassen begonnen, zu üben und zu kochen, um das Gelingen des Interkulturellen Abends zu gewährleisten. „Ein gelungenes Fest der Integration“, hierüber waren sich alle Anwesenden einig. Die Koordinatorin für die Asylbeschulung an der Berufsschule Marianne Leberle machte den Besuchern deutlich, dass die Idee für die Veranstaltung von den Schülern selbst gekommen sei und diese aus über 20 verschiedenen Ländern kämen. Frau Leberle sprach über Sinn und Zielsetzung eines solchen Projekts, nämlich das Zusammenleben von jungen Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen zu fördern und eine gelebte Integration zu erreichen. Die Migrationsbeauftragte des Landkreises Donauwörth Ulrike Zitzlsperger zeigte auf, dass es Schwierigkeiten, Frustrationen und Vorbehalte zwischen Einheimischen und Asylbewerbern gebe und gerade deshalb Projekte wie der Interkulturelle Abend notwendig wären, an dem Zeit für Begegnungen und Gespräche sei. Schüler aus den einzelnen Nationen stellten sodann auf Deutsch kurz ihre Herkunftsländer vor, ehe sie die Gäste zu kulinarischen Spezialitäten wie beispielsweise Bulani aus Afghanistan oder Fasiranci aus Kroatien einluden. Tänze verschiedener Gruppen rundeten das Programm ab, an dem sich schließlich auch viele Gäste und Lehrkräfte mit Freude und Begeisterung beteiligten.

Platz 4 für die Ludwig-Bölkow-Schule

An einem herrlichen Sommertag nahm eine Auswahl der Berufsintegrationsklassen der Ludwig-Bölkow-Schule an einem Fußballturnier in Neu-Ulm teil. Begleitet wurde die Mannschaft dabei von Marianne Leberle, die sämtliche organisatorischen Maßnahmen übernahm, und von Uwe Schmid, der für das sportliche Gelingen verantwortlich war. In einer sehr ausgeglichenen Vorrundengruppe konnte sich das Team der Ludwig-Bölkow-Schule ungeschlagen für das Halbfinale qualifizieren. Dort unterlag man dann dem späteren Turniersieger aus Neusäß nach großem Kampf verdient mit 0:2. Im Spiel um Platz 3 ging es dann knapper zu und für die Gegner aus Aichach reichte ein glückliches Tor zu einem etwas schmeichelhaften 1:0-Sieg. Dennoch wurde der Pokal für den 4. Platz stolz nach Hause gebracht, hat man doch auch vier Mannschaften hinter sich gelassen und sich somit in die vordere Hälfte der Teilnehmer eingereiht. Die kurzfristig zusammengestellte Mannschaft präsentierte sich bei dem Turnier als Einheit und trieb sich gegenseitig an. Der Spaß am sportlichen Wettkampf und der respektvolle Umgang mit Gegnern und Schiedsrichtern war meist gegeben, hier und da waren noch ein paar Worte seitens der Betreuer nötig. Insgesamt war das Turnier jedoch in sportlicher und zwischenmenschlicher Hinsicht eine absolute Bereicherung.

Grenzebach hilft

Das Sozialprojekt von 2015/16 ging im September zu Ende. Der finanzielle Abschluss des Projektes zeigte einen Überschuss, den Grenzebach auf den vollen Hunderter aufrundete. So kam der stattliche Betrag von 1.100 € zusammen, der an die Berufsschule zur Unterstützung ihrer Integrationsklassen übergeben werden konnte. Projektleiterin Selina Böse und Aus-bildungsleiter Michael Wolf bedankten sich bei Herrn Schiffelholz und Frau Leberle für die Unterstützung und wünschten den Jugendlichen alles Gute.Der Schulleiter freute sich über die finanzielle Unterstützung. „Wir werden das Geld im Sinne der Spender verwenden. Darüber hinaus waren für uns die gemeinsamen Projekte mit unseren Schülern besonders wertvoll. Das Sozialprojekt „Grenzebach hilft“ ist etwas ganz Besonderes. Die Firma und die Auszubildenden verdienen unser höchstes Lob,“ erklärte er abschließend.

Intensive Berufsberatung

Bereits im Oktober 2016 begann Herr Weißenhorn von der HWK verschiedene Handwerksberufe mit den jeweiligen Verdienstmöglichkeiten vor-zustellen. Dazu erläuterte er die unterschiedlichen Anforderungen wie auch Arten der Nachhilfe. Im laufenden Schuljahr fanden ebenfalls beratende Einzelgespräche mit Herrn Heckl von der Agentur für Arbeit statt. Die SchülerInnen konnten sich also neben der Ableistung von Praktika nochmals individuell genauer informieren . Nachdem die Schulleitung in der Halbjahreskonferenz an die Fachlehrkräfte appelliert hatte, die Berufe in unserer Schule „hautnah“ vorzustellen, starteten verschiedene Lehrkräfte diverse Projekte. So kamen Herr Trescher und Herr Huber-Mönch mit ihrer Klasse 10b in den Unterricht und stellten die Berufe „Fachkraft für Lagerlogistik“ und „Fachlagerist“ in unseren BIK2a/b vor. Anhand von Power-Point-Präsenta-tionen veranschaulichten die Zehntklässler ihre Aufgaben in den Betrieben. Ein ehemaliger BIK-Schüler, Abdilraham Hussein Hassan, der gerade Auszubildender ist, stellte sich einem Interview und gab unseren Jugendlichen Tipps und Motivation für das stetige Lernen neuer Wörter. Die Metallberufe wurden von Herrn Schröttle in der Werkstatt erläutert. Er ließ die SchülerInnen gleich Hand anlegen und ein Werkstück feilen. Die Auszubildenden halfen den Flüchtlingen bei der Umsetzung. Sprachliche Barrieren und Vorurteile fielen von ganz alleine.

Ausstellung zum Mauerfall

Die Ausstellung fand am Jahrestag des Mauerfalls in der FOS/BOS statt. Die Besonderheit des Projekts lag darin, dass alle Wörter auf den Plakaten auf arabisch übersetzt waren. Der Inhalt der Plakate beschäftigte sich mit der Zeit der friedlichen Revolution des Jahres 1989 und reichte bis in die Gegenwart. Ziel war es, den Flüchtlingen einen Einblick in die jüngere Geschichte der BRD zu geben. Da die Ausstellung in der Muttersprache vieler Zuwanderer verfasst war, sollte dies das „Vertrautwerden“ mit der deutschen Geschichte und somit die Integration erleichtern. Bei der Auftaktveranstaltung durften die BIK-Schüler den BIJ-Schülern die einzelnen Schautafeln und Plakate vorstellen. Frau Maciejewski und Frau Huber-Doskoch hatten die Texte mit den Schülern zuvor sorgfältig aufbereitet.

Gestalten von Weihnachtskarten

Unter Anleitung von Frau Leberle sollten die Schüler aus weißen Pergamentkarten mit verschiedenen Stiften weihnachtliche Karten gestalten. Nach dem Aufstellen bestimmter Regeln war es Aufgabe, den vorgegebenen Grundriss eines Christbaumes durch verschiedene Formen und Strukturen zu gestalten. Entwurfsskizzen auf weißem Papier machten das Vorgehen sehr schnell klar. Den meisten Schülern gelang es dann auf der Originalkarte in hervorragender Weise, das Thema umzusetzen. Dazu diskutierte man in Gruppen unter Vorgabe bestimmter Gestaltungsrichtlinien und die Ergebnisse wurden objektiv beurteilt. Diese Karten wurden zum Verschicken an andere Schulen verwendet.

Lesung mit Leonhard Thoma

„Lesen gefährdet die Dummheit, das Zuhören und Mitmachen beim Vorlesen regt zum Nachdenken an und weckt Lust auf mehr“. Das Letztere brachte S. Huber-Doskoch auf die Idee einen besonderen Gast in unsere Integrationsklassen einzuladen. Leonhard Thoma ist u.a. ein Jugendbuchautor, der sich auf die Lektüre für Deutschlerner auf verschiedenen Niveaustufen spezialisiert hat und mit seinen Lesungen in vielen Ländern unterwegs ist. Diese Lesungen gestaltet Herr Thoma interaktiv, d.h. die Schüler werden involviert und dazu angeregt, eigene Ideen und Vermutungen zu äußern sowie aktiv mitzumachen. Das Stück „Der Stromausfall“, das der Autor zunächst in den BIK-Klassen 2a und 2b und anschließend in den BIK 2c/d präsentierte, handelt von einer Familie, die plötzlich ohne Strom auf sich gestellt ist und zwangsläufig kommunizieren muss. Schnell wird allen klar, dass es gar nicht so schlecht ist, Zeit miteinander zu verbringen. Das Vorlesen unterstützte Leonhard Thoma auch schauspielerisch, indem er Gestik und Mimik, wechselnde Intonation und Stimmlage bewusst und gekonnt einsetzte, was den Schülern besonders imponierte. Herr Thoma erhielt sehr viel positives Feedback seitens der Schüler und der Lehrkräfte.

Zahnreinigung / Prophylaxe

Unter der organisatorischen Leitung von Frau Hoffman konnten die zahnmedizinischen Fachangestellten das Gesundheitsbewusstsein der Schüler unserer BIK2c/d-Klassen wecken. An Modellen wurden Zahnstellung, Zahnschäden, Füllungen, Zahnersatz usw. sprachsensibel erläutert. Hinweise zum richtigen Reinigen der Zähne schlossen diese informative Veranstaltung ab.

Fahrt zum Deutschen Museum

Ein weiteres High-light stellte die Fahrt zum Deutschen Museum in München dar. Projektthema war die Energiewende - ein aktuelles und akutes Thema unserer Zeit. Nach intensiver Organisation und Abklärung der Kostenübernahme durch Frau Leberle konnten Lehrkräfte und Schüler mit zwei Bussen nach München fahren. Anhand eines Aufgaben- und Fragenkataloges sollten sich die Schüler bei den Sonderausstellungen über das vorgegebene Thema informieren. Die Deutschlehrkräfte hatten die Schüler auf den Museumsbesuch vorbereitet und diskutierten die Ergebnisse auch nach der Fahrt mit ihnen. Da die wenigsten Schüler vorher in einem Museum waren, fanden sie dieses Projekt sehr interessant.

Check.work

Die Bayerische IHK entwickelte ein neues Programm, einen sog. Kompetenzcheck. Er soll als Berufseignungstest künftig die Integration von Flüchtlingen in den bayerischen Arbeitsmarkt erleichtern. Dieser Online-Test besteht aus zwei Modulen. Das erste Modul richtet sich an Personen mit Berufserfahrung, das zweite Modul spricht Jugendliche ohne Berufsausbildung an. Die Module werden in fünf Sprachen angeboten. Am Ende des Tests erstellt das Programm automatisch ein Tätigkeitsprofil. Es listet auf, in welchen der ausgewählten Bereiche wie viele Fachfragen richtig beantwortet worden sind. Auch unsere Schule wird diesen Kompetenzcheck mit der zur Verfügung gestellten Lizenz testen.